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Donauschwimmen Neuburg: Europas größtes Winterschwimmen im Januar

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Donauschwimmen in Neuburg an der Donau – Winterschwimmen vor der Renaissance-Altstadt

Es gibt Veranstaltungen, die muss man einmal gesehen haben – und es gibt solche, die man einmal mitgemacht haben sollte. Das Donauschwimmen in Neuburg gehört in beide Kategorien. Am letzten Samstag im Januar steigen rund 2.000 Menschen in die winterkalte Donau und lassen sich vier Kilometer weit an der Renaissancekulisse der Altstadt vorbeitreiben, während an den Ufern Tausende Zuschauer stehen.

Ob daraus ein großartiger Tag oder eine sehr lange Stunde wird, entscheidet vor allem die Ausrüstung: Ein Sommeranzug, der im Juli am Baggersee reicht, ist im Januar in der Donau die falsche Wahl. Hier findest du alles Wichtige zum Ablauf, zur passenden Ausrüstung, zur Vorbereitung – und die Möglichkeit, dir einen Neoprenanzug für das Donauschwimmen bei uns auszuleihen.

Was das Donauschwimmen ist

Das Donauschwimmen ist das größte Winterschwimmen Europas. Die Strecke führt über rund vier Kilometer von der Staustufe Bittenbrunn entlang der Altstadt bis zum Ruderclub. Geschwommen wird nicht auf Zeit: Viele Teilnehmer sind bunt kostümiert unterwegs, und zwischen den Schwimmern treiben selbstgebaute Wassergefährte, von der schwimmenden Badewanne bis zum Floß aus Bierkästen. Eröffnet wird das Ganze traditionell mit einem Salut der Böllerschützen.

Angefangen hat alles 1970, als acht Mitglieder der Wasserwacht aus Spaß den Eistest wagten. Aus diesem Jux ist eine Veranstaltung geworden, die Teilnehmer aus ganz Deutschland und vielen Teilen Europas nach Neuburg zieht.

Termin, Anmeldung und Auskünfte

Das Donauschwimmen findet traditionell am letzten Samstag im Januar statt. Den offiziellen Termin und die Anmeldeunterlagen gibt die Wasserwacht Neuburg heraus:

Eine allgemeine Übersicht zur Veranstaltung findest du außerdem beim Tourismusportal der Stadt Neuburg. Wichtig: Verlass dich für Startzeit, Meldeschluss und Teilnahmebedingungen immer auf die Angaben der Wasserwacht, nicht auf Hörensagen. Wer mitschwimmen will, sollte sich rechtzeitig kümmern – die Vorbereitung beginnt lange vor dem Startschuss.

Was vier Kilometer Winterdonau mit dem Körper machen

Die ersten Minuten sind die kritischen

Beim Einstieg in kaltes Wasser reagiert der Körper reflexhaft: Die Atmung beschleunigt sich, es kommt zum unwillkürlichen Einatmen, Puls und Blutdruck steigen. Dieser Kälteschock ist der Grund, warum man niemals kopfüber und niemals hektisch einsteigen sollte. Wer sich langsam ins Wasser begibt, bewusst ausatmet und die erste Minute ruhig treiben lässt, hat den unangenehmsten Teil hinter sich.

Die Kälte kommt zum Teil erst danach

Während des Schwimmens kühlt vor allem die Körperschale aus. Nach dem Ausstieg fließt das kalte Blut aus Armen und Beinen zurück zum Rumpf, und die Körperkerntemperatur sinkt noch weiter, obwohl du längst an Land bist. Genau deshalb ist der Plan für die Zeit nach dem Schwimmen mindestens so wichtig wie der für die Strecke selbst.

Ehrlich zu sich selbst sein

Winterschwimmen ist eine Belastung für Herz und Kreislauf. Wer gesundheitlich vorbelastet ist, klärt die Teilnahme vorher ärztlich ab, und wer noch nie in kaltem Wasser war, sollte das Donauschwimmen nicht als Erstversuch wählen. Es gibt keinen Preis fürs Durchhalten: Aussteigen, wenn es zu viel wird, ist die richtige Entscheidung, nicht die peinliche.

Die richtige Ausrüstung

Der Neoprenanzug

Ein Sommer-Shorty ist für Wassertemperaturen im einstelligen Bereich keine Ausrüstung, sondern ein Risiko. Sinnvoll ist ein Nass- oder Halbtrockenanzug in kräftiger Materialstärke, der an Hals, Armen und Beinen wirklich dicht abschließt. Entscheidend ist dabei weniger die reine Millimeterzahl als die Passform: Ein zu weiter 7-Millimeter-Anzug, durch den ständig kaltes Wasser gespült wird, wärmt schlechter als ein perfekt sitzender 5er. Unsere Auswahl findest du in der Kategorie Tauchanzüge, wärmende Schichten darunter bei den Neoprenunterziehern.

Kopf, Hände und Füße

Über den unbedeckten Kopf verliert der Körper im kalten Wasser besonders schnell Wärme, und kalte Finger machen jeden Handgriff zur Qual. Wer im Januar vier Kilometer schwimmt, braucht deshalb:

Sichtbarkeit und Sicherheit

Bei zweitausend Schwimmern im Wasser ist Sichtbarkeit kein Luxus. Eine leuchtende Kopfhaube oder Badekappe in Signalfarbe und eine Schwimmboje, die du hinter dir herziehst, machen dich für Sicherungsposten und Begleitboote erkennbar. Die Boje bietet zusätzlich eine Auftriebshilfe, an der du dich kurz ausruhen kannst, und bietet Platz für Schlüssel oder Handy. Passendes findest du bei den Signalmitteln und Tauchbojen.

Neoprenanzug für das Donauschwimmen ausleihen

Nicht jeder, der einmal beim Donauschwimmen mitmachen möchte, braucht gleich einen eigenen Anzug. Deshalb kannst du dir bei uns einen Neoprenanzug für die Veranstaltung ausleihen – inklusive Beratung, welche Größe und welcher Schnitt zu dir passen, und mit der Möglichkeit, den Anzug vorher anzuprobieren statt blind nach Konfektionsgröße zu bestellen.

Das Wichtigste dabei: Kümmere dich früh darum. Die Nachfrage konzentriert sich jedes Jahr auf die letzten Tage vor dem Termin, und irgendwann ist die passende Größe schlicht weg. Wer im Herbst oder im Dezember reserviert, hat die freie Auswahl und kann den Anzug in Ruhe testen. Melde dich dafür einfach über unser Kontaktformular oder telefonisch bei uns, dann klären wir Größe, Zeitraum und Abholung.

So bereitest du dich vor

  • Kaltwasser gewöhnen: Fang Wochen vorher an, kalt zu duschen und, wenn möglich, im kalten Wasser zu schwimmen. Der Körper gewöhnt sich messbar an die Kälte, aber nicht über Nacht.
  • Anzug vorher testen: Der erste Schwimmversuch im neuen oder geliehenen Anzug gehört nicht in die Donau, sondern ins Schwimmbad oder Freiwasser. Scheuerstellen und Dichtigkeitsprobleme merkst du dort rechtzeitig.
  • Am Vortag nichts Neues: Kein neues Equipment, kein Experiment beim Essen, kein Alkohol. Alkohol weitet die Gefäße und beschleunigt die Auskühlung.
  • Richtig essen: Eine kohlenhydratreiche Mahlzeit einige Stunden vorher liefert das, was dein Körper zum Heizen braucht.
  • Wechselsachen packen: Handtuch, trockene Kleidung von der Unterwäsche bis zur Mütze, dicke Socken, warme Jacke, Thermoskanne mit heißem, gezuckertem Tee.
  • Begleitung mitnehmen: Jemand, der deine Sachen am Ausstieg bereithält und dir beim Umziehen hilft, ist nach vier Kilometern Kälte mehr wert als jedes Ausrüstungsteil.

Nach dem Ausstieg: richtig aufwärmen

  • Sofort raus aus dem nassen Anzug und in trockene Kleidung – nasse Textilien auf der Haut kühlen weiter aus.
  • Kopf, Hals und Rumpf zuerst warm einpacken, Mütze nicht vergessen.
  • Warme, gezuckerte Getränke trinken, kein Alkohol.
  • Langsam aufwärmen statt heiß duschen: Zu schnelle Wärme von außen belastet den Kreislauf.
  • Bei starkem, anhaltendem Zittern, Verwirrtheit oder Benommenheit die Sanitäter vor Ort ansprechen. Die Wasserwacht ist genau dafür da.

Nur zuschauen ist auch erlaubt

Das Donauschwimmen ist eine der wenigen Veranstaltungen, bei denen das Zuschauen fast so viel Spaß macht wie das Mitmachen. Von der Uferpromenade aus siehst du das komplette Feld vorbeiziehen, samt Kostümen und Wassergefährten, mit der Altstadt als Kulisse. Zieh dich wärmer an, als du denkst – du stehst deutlich länger still, als die Schwimmer im Wasser sind. Und wenn dich das Spektakel gepackt hat, weißt du ja jetzt, wo du im nächsten Jahr deinen Anzug herbekommst.

Und im Sommer?

Wem der Januar zu frisch ist: Am ersten Samstag im August lädt das Stadtmarketing Neuburg zum Sommer-Donauschwimmen. Dort werden auf Höhe der Elisenbrücke hunderte nummerierte Schwimmentchen vor den Schwimmern ins Wasser geworfen, jedes eingesammelte Entchen erhöht die Gewinnchance bei der anschließenden Auslosung. Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.

Fazit

Das Donauschwimmen ist kein Wettkampf, sondern ein Wintererlebnis mit ein paar tausend Gleichgesinnten. Mit passendem Neopren, einer ehrlichen Selbsteinschätzung und einem Plan für die Zeit nach dem Ausstieg wird daraus ein Tag, von dem du noch im Sommer erzählst.

Du brauchst noch Ausrüstung? Stöbere in unseren Tauchanzügen, Kopfhauben, Handschuhen und Füßlingen – oder leih dir den Anzug fürs Donauschwimmen direkt bei uns. Sprich uns rechtzeitig an, wir beraten dich gern.