Tauchanzüge
Tauchanzüge – der richtige Kälteschutz für jedes Gewässer
Wasser entzieht dem Körper rund 25-mal schneller Wärme als Luft. Ein passender Tauchanzug entscheidet deshalb darüber, ob du einen Tauchgang entspannt genießt oder nach zwanzig Minuten frierend auftauchst. Bei Dive King kannst du Tauchanzüge für jede Wassertemperatur online kaufen – vom leichten Shorty für das Rote Meer bis zum Trockenanzug für den Winter im heimischen See.
Welche Anzugarten gibt es?
- Shorty – kurze Arme und Beine, 2–3 mm Neopren. Ideal für warmes Wasser über 26 °C, zum Schnorcheln und als zusätzliche Schicht über einem langen Anzug.
- Nassanzug – der klassische lange Neoprenanzug in 3, 5 oder 7 mm. Eine dünne Wasserschicht gelangt hinein, wird vom Körper erwärmt und isoliert.
- Halbtrockenanzug – meist 6,5–7 mm dick, mit dichten Manschetten und Reißverschluss. Es dringt kaum Wasser ein, deshalb bleibt es auch in kühleren Seen lange warm.
- Trockenanzug – hält dich vollständig trocken. Darunter trägst du einen Trockentauch-Unterzieher, der die eigentliche Wärme liefert. Die erste Wahl für kaltes Wasser und lange Tauchgänge.
Welcher Tauchanzug bei welcher Wassertemperatur?
| Wassertemperatur | Empfohlener Anzug (Richtwert) |
|---|---|
| über 26 °C | Shorty 2–3 mm oder langer 3-mm-Anzug |
| 22–26 °C | Langer Nassanzug 3–5 mm |
| 18–22 °C | Nassanzug 5 mm, bei Bedarf mit Haube |
| 12–18 °C | Nassanzug 7 mm oder Halbtrockenanzug, mit Haube, Handschuhen und Füßlingen |
| unter 12 °C | Halbtrockenanzug 7 mm oder Trockenanzug |
| unter 10 °C und im Winter | Trockenanzug mit passendem Unterzieher |
Die Werte sind Richtwerte. Wer schnell friert oder lange Tauchgänge plant, wählt eine Stufe dicker.
Darauf kommt es beim Kauf an
Passform: Ein Neoprenanzug muss eng anliegen, ohne die Atmung einzuschränken. Falten oder Hohlräume an Rücken, Knien und Achseln füllen sich mit Wasser, das ständig ausgetauscht wird – und genau das kostet Wärme. Orientiere dich an der Größentabelle des Herstellers und nicht an deiner Konfektionsgröße.
Schnitt: Overalls mit Rückenreißverschluss sind einfach anzuziehen, Modelle mit Front- oder Brustreißverschluss dichten oft besser ab. Zweiteiler aus Longjohn und Jacke bieten am Rumpf doppelte Neoprenstärke.
Zubehör: Über Kopf, Hände und Füße verlierst du viel Wärme. Mit Neoprenhaube, Handschuhen und Füßlingen wird aus einem guten Anzug ein warmer. Für zusätzliche Isolation gibt es Neoprenunterzieher wie Westen oder Eiswesten.
Blei: Je dicker das Neopren, desto mehr Auftrieb hat der Anzug. Wer vom 3-mm- auf einen 7-mm-Anzug wechselt, braucht spürbar mehr Blei – mach deshalb mit neuem Anzug immer einen Tarierungscheck.
Du bist unsicher, welcher Anzug zu deinen Tauchgewässern passt? Lass dich von uns beraten – wir helfen dir gerne bei Modell und Größe.
Häufige Fragen
Welcher Tauchanzug eignet sich für Anfänger?
Für Tauchgänge im Urlaub reicht meist ein langer Nassanzug mit 3 bis 5 mm. Wer vor allem in heimischen Seen taucht, ist mit einem 7-mm-Nassanzug oder einem Halbtrockenanzug besser beraten.
Wie eng muss ein Tauchanzug sitzen?
Der Anzug soll an Rumpf, Armen und Beinen eng anliegen, ohne Falten zu werfen und ohne die Atmung einzuschränken. An Land fühlt er sich oft etwas zu eng an, im Wasser gibt das Neopren leicht nach.
Wie lange hält ein Neoprenanzug?
Bei guter Pflege hält ein Neoprenanzug viele Jahre. Durch häufiges Tauchen in der Tiefe wird das Neopren aber nach und nach dünner und isoliert schlechter. Spülen mit Süßwasser und Trocknen im Schatten verlängern die Lebensdauer deutlich.
Brauche ich für einen Trockenanzug eine Ausbildung?
Ja, ein Trockenanzug verhält sich beim Tarieren anders als ein Nassanzug. Wir empfehlen deshalb einen Trockentauchkurs, zum Beispiel den PADI Dry Suit Diver, bevor du ihn im Freiwasser einsetzt.